alte Ansichtskarten / old postcards

Die Geschichte der Firma Bartko-Reher

Oft werden wir gefragt, woher wir kommen, wieso wir ausgerechnet mit alten Ansichtskarten handeln. Wir zeigen es Ihnen gerne und stellen Ihnen hier die Geschichte der Firma Bartko-Reher bei den wichtigsten Etappen vor.
Lesen und entdecken Sie, woher wir kommen, wer wir sind und wofür wir stehen. Nehmen Sie sich Zeit und lernen Sie uns kennen.

1991: Der Flohmarkt


Ondre Reher (links) sammelt die ersten Flohmarkterfahrungen
Alles begann mit einem unglaublichen Zufall. Es ist das Jahr 1991. Dusan Bartko - ausgebildeter Kraftwerksmechaniker und Ondre Reher - zu diesem Zeitpunkt Referendar und angehender Gymnasiallehrer - treffen sich bei einem Besuch auf einem Flohmarkt in Halle / Saale. Sie kommen ins Gespräch, entdecken ihre Vorliebe für alten Kram und entschliessen sich geschäftlich „irgendetwas“ gemeinsam zu machen. Obwohl beide keinerlei Erfahrung im Handel haben und über Null Kapital verfügen, beschliessen Sie ein Handelsgeschäft zu gründen.

Zu dieser Zeit entstehen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR viele Baumärkte. Durch Bekannte erfahren sie, dass Baustoffe in der ehemaligen Sowjetunion extrem billig zu haben sind. Mit großem Engagement und einer gehörigen Portion Naivität gründen beide einen Holzgroßhandel.

Auf einer ihrer vergeblichen Geschäftsreisen in den Ostblock stoßen sie in Polen auf einen Händler für Möbelbeschläge. Nach kurzen Verhandlungen erwerben die zwei „Holzgroßhändler“ einen Teil des Sortiments. Beide haben die Vorstellung, die Beschläge an deutsche Baumarktketten zu vertreiben. Sie scheitern auf ganzer Linie und bleiben auf einer Tonne Messing sitzen.

Um den geschäftlichen Verlust auszugleichen, entwickeln sie die Idee ihre „Verkaufsschlager“ über einen Flohmarkt in Halle direkt an den Kunden zu bringen. Sich aber nur mit Möbelbeschlägen auf einen Antikmarkt zu stellen, erscheint selbst den beiden Markt-Neulingen als wenig Erfolg versprechend.

Um das Angebot aufzupeppen, kramen sie aus Ihrem persönlichen Fundus Sammlerobjekte und alten Trödel zusammen. Der Versuch klappt. Das Gerümpel verkauft sich komplett, nur die Messingbeschläge interessieren niemanden. Trotzdem haben die zwei Unternehmer mit 600 DM ihren ersten Umsatz und damit ihre erste erfolgreiche Gründungsidee: Handel mit antiken Sammlerobjekten und Trödel!

Vorerst beginnt eine Flohmarkt-Karriere. Erfahrungen werden gesammelt, man beobachtet, was sich schnell und gewinnbringend verkauft und schärft so seinen Blick auf genau diese Artikel.

Firmenhund Luise auf jedem Flohmarkt dabei
Die Ware wird über Haushaltsauflösungen, Entrümpelungen und aus alten Abrisshäusern besorgt. Sehr zeitig beginnen Bartko und Reher damit, auch im Antikhandel bei befreundeten Kollegen gesuchte Sammlerstücke einzukaufen. Eine Gewerbegenehmigung wird am 1.3.1993 erteilt und es entsteht die Firma Bartko-Reher Antiquitäten GbR.

Der Flohmarkthandel dehnt sich von Halle / Saale über das ganze Bundesgebiet aus. Beide verdienen mit dem Flohmarkthandel weitaus besser als in Ihren Berufen. Aus einem angehenden Gymnasiallehrer und einem Kraftwerksmechaniker werden echte Flohmarktprofis und Antiquitätenhändler.

1993: Die Läden


Antiquitäten in der Gottschedstraße, Leipzig
Sehr bald wird klar, dass sich nicht alle Objekte über Antikmärkte verkaufen lassen. Möbel erweisen sich als zu sperrig und viele Sammlerstücke als zu fragil, um sie ständig ein- und auszupacken und der Witterung auf Flohmärkten auszusetzen. Deshalb mieten die beiden Unternehmer im November 1993 ihr erstes Ladengeschäft in der Wolfstraße in Halle / Saale. Etwas ausserhalb des Stadtzentrums gelegen, erweist sich der Laden als Fundgrube für interessante Ankäufe, aber der Abverkauf lässt zu wünschen übrig.

Bartko und Reher beschliessen deshalb einen Laden in Hallenser Top-Lage zu einem Top-Preis zu mieten. Trotz des überhöhten Mietpreises (Sage und schreibe 200 DM pro Quadratmeter monatliche Kaltmiete) läuft der Verkauf jetzt deutlich besser. Das Modell scheint zu funktionieren.

1998 werden daraufhin in kurzen Abständen zwei große Läden in der Leipziger Innenstadt eröffnet. Zuerst wird ein Antiquitätengeschäft in der szenigen Gottschedstraße übernommen, kurze Zeit später folgt eine Galerie in der Mädlerpassage.

Obwohl der Schwerpunkt des Unternehmens auf gegenständlichen, klassischen Antiquitäten beruht, kommen die beiden Händler oftmals per Zufall mit Papierantiquitäten in Berührung. Aus vielen Sammlernachlässen können sie alte Bücher, Ansichtskarten, Heiligenbildchen und Fotos ankaufen. Schnell stellen sie fest, dass für altes Papier ein reger Sammlermarkt existiert und Ansichtskarten und Fotos bei ihnen am schnellsten den Besitzer wechseln.

Eines Tages - Bartko befindet sich im Urlaub - erhält Reher den Anruf eines befreundeten Händlers. Dieser klagt ihm sein Leid, er habe hohe Schulden und bräuchte eine solide Summe Bargeldes. Im Verlauf des Gespäches bietet der Händler seinen Ansichtskartenbestand zum Kauf an. Kurzentschlossen fährt Reher los und erwirbt für die damals sensationelle Summe von 20.000 DM den kompletten Händlerbestand und legt damit den Grundstein für den Ansichtskartenhandel.


Ansichtskarten stehen ab jetzt in der Auslage
Der Handel mit Ansichtskarten erweist sich schnell als so profitabel, dass beide Unternehmer den Entschluss fassen, sich darauf zu konzentrieren. Das hat zur Folge, dass sie sämtliche Läden abwickeln, die gelagerten Antiquitäten verkaufen und verauktionieren, um sich von nun an auf Ansichtskarten zu spezialisieren. Als operatives Zentrum der „neuen“ Firma Bartko-Reher wird der Laden im Hansering in Halle / Saale als Postkartengeschäft eingerichtet.

1997: Der Versandhandel


Ständig unterwegs Dusan Bartko und Ondre Reher
Es ist 1997. Eine Neuausrichtung und Umstrukturierung der Firma Bartko-Reher beginnt. Ein entscheidender Wandel, der die ersten Gesichtszüge der heutigen Firma trägt.
Um die Ware flächendeckend in ganz Deutschland vertreiben zu können, beginnen beide Unternehmer eine rege Reisetätigkeit. Jedes Wochenende fahren sie auf eine andere Ansichtskartenbörse. Zwischen Hamburg und München finden damals regelmässig internationale Großveranstaltungen, wie in Köln oder Stuttgart statt. Aber auch regionale, kleinere Tauschtreffen, wie Großenhain und Grimma werden für den Verkauf genutzt.

Die Umstellung auf Ansichtskarten und Ephemera bringt aber auch neue Arbeitsprozesse mit sich. Die Tätigkeit ist rückblickend betrachtet ein völlig neues Arbeits- und Geschäftsmodell: Karten müssen nach Postleitzahlen oder nach Thematiken sortiert werden. Besonders Motivkarten in ihrer Vielfalt erfordern bei der Sortierung ein gewisses Fingerspitzengefühl und Marktwissen.

Aber auch scheinbar simple Dinge, wie das Radieren der Preise aufgekaufter Händlerbestände oder das sogenannte Aus- und Eintüten der Karten sind wichtig. Auch „alte“ Ware soll schließlich gut aussehen - ein riesiges Feld an vorbereitenden Maßnahmen, um Ansichtskarten in den Verkauf zu bringen. Das ist zu zweit nicht mehr zu bewältigen.

Inzwischen arbeiten mehrere Angestellte in der Firma. Neben mehreren studentischen Aushilfskräften, tragen Daniela Teichmann und Daniel Seidel ganz entscheidend zum Wachstum der Firma bei. Sie entwickeln sich zu hervorragenden Ansichtskartenspezialisten.
Während Daniela Teichmann auch heute noch in unserem Team arbeitet, hat sich Daniel Seidel nach zehnjähriger Tätigkeit bei Bartko-Reher erfolgreich selbstständig gemacht.

Das Geschäft „brummt“, das Unternehmen kauft immer mehr kleinere Ansichtskartenhändler und baut so einen immer größeren Handelsbestand auf. Jedoch ist der Absatz der Ware auf Messen und Börsen regional eingeschränkt. Bestimmte Themenbereiche und ausländische Karten lassen sich zudem auf deutschen Börsenveranstaltungen fast gar nicht verkaufen. Wie können wir also noch mehr Sammler erreichen? Das Team sucht einen neuen Weg. Sie wissen, dass noch mehr Potenzial in ihren Beständen schlummert und ihnen ist klar, wenn die Sammler nicht zu ihnen kommen, müssen sie zum Sammler gehen.

Sie übernehmen die Idee des Versandhandels und entwickeln daraus den Ansichtskarten-Auswahlversand.

Beim Verpacken der täglichen Sendungen
Diese Methode war nicht neu, sie wurde bereits von einigen deutschen Ansichtskartenhändlern erfolgreich genutzt. Das Neue bei Bartko-Reher sind die Methoden der Kundengewinnung und die Optimierung der Geschäftsabläufe.

Es werden deutschlandweit Kleinanzeigen in der Regionalpresse geschaltet. Staatliche Institutionen wie Archive, Museen aber auch Heimatvereine und Händler werden angerufen und beliefert. Das System entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem Selbstläufer. Die Versanddatenbank verzeichnet auf ihrem Höhepunkt mehr als 12.000 aktive Kundenadressen. 2003 wird zum ersten Mal ein siebenstelliger Jahresumsatz erwirtschaftet.

1999: Der Onlinehandel


Neue Computer werden aufgebaut
Parallel, seit 1999, nutzte Bartko-Reher als ergänzenden Vertriebskanal das Internet. Damals ahnt niemand in der Firma, welche unendlichen Möglichkeiten das neue Medium mit sich bringt. Anfangs wurden dort kleinere vierstellige Beträge monatlich erwirtschaftet. Verkauft wurde über Alando - später Ebay oder Ricardo und diverse andere Handelsplattformen.

Dies änderte sich als Marco Hebenstreit zum Bartko-Reher-Team stieß. Marco erkannte das gigantische Potenzial des Internets als Erster. Was aber entscheidend war, dass er eine abgeschlossene Programmierer-Ausbildung besaß, und sich in sämtlichen technischen Belangen bestens auskannte. Einen solchen hauseigenen Internetexperten innerhalb der Firma zu haben, verschaffte Bartko-Reher einen immensen Knowhow-Vorsprung gegenüber ihren Konkurrenten.

Marco Hebenstreit begriff frühzeitig, das Bartko-Reher eine eigene Internetplattform einrichten muss, um unabhängig von externen Internetanbietern agieren zu können. Er programmierte unseren ersten eigenen Onlineshop, massgeschneidert für die Zielgruppe der Ansichtskartensammler. So entstand im Jahr 2000 www.ansichtskartenversand.com!

Dieser Schritt war immens wichtig, da damals die Einstellkosten für die Internetauktionen bei ebay sehr hoch waren. Wollte man, wie Bartko-Reher, eine riesige Anzahl Ansichtskarten einstellen, hätten die Gebühren die Gewinne überstiegen. Zudem widersprach das damals vorwiegend herrschende Auktionsformat dem Grundgedanken der Firma Bartko-Reher. Wir wollten grosse Mengen Ansichtskarten zu klaren Festpreisen anbieten. Der Kunde sollte bei www.ansichtskartenversand.com sofort und ohne Wartezeit die Ware günstig erwerben können. Der Versand der Ware erfolgte bereits damals sofort am Tage der Bezahlung. Dieses Prinzip ist bis heute bei uns Gesetz.


www.ansichtskartenversand.com im Juli 2005
Dieser Service wird von einer Vielzahl begeisterter Kunden dankbar angenommen. Der Onlineshop www.ansichtskartenversand.com wächst rasant. Während wir im Jahr 2003 100.000 Ansichtskarten und Ephemera online anbieten konnten, waren es im Jahr 2009 bereits 500.000 Ansichtskarten.

2012 waren es dann schon 1.000.000 Ansichtskarten und Ephemera. Heute bieten wir in unserem Onlineshop über 1,5 Millionen Objekte an.

2003: Der Berlinumzug


Ausbau in der Linienstraße, Berlin
Das Unternehmen Bartko-Reher OHG hat heute seinen Sitz in der Linienstrasse 156 in Berlin-Mitte. Wie kam es dazu? Die Räumlichkeiten in Halle / Saale reichen nicht mehr aus. Inzwischen arbeiten 8 Angestellte bei Bartko-Reher. Ein Umzug wird immer notwendiger. Es ensteht eine Idee: Die komplette Firmenverlagerung nach Berlin. Fast alle Mitarbeiter beschliessen mitzugehen. Aber warum ausgerechnet Berlin?

Es ist 2003 und die deutsche Hauptstadt ist als idealer Lebensort so angesagt, wie noch nie. Menschen aus der ganzen Welt prägen das Flair Berlins. Kreative Impulse und neue Ideen im Bereich Internet kommen immer häufiger aus der Hauptstadt. Zudem hat Berlin eine vielfältige Antiquitätenszene. Im historisch gewachsenen Antiquariatsviertel rund um den Winterfeldtplatz werden die Unternehmensgründer fündig. Hier eröffnet die Firma ihre ersten Berliner Geschäftsräume. Das weiterhin rasante Firmenwachstum lässt diese Räumlichkeiten jedoch schnell zu klein werden.

Bereits 2006 wird ein neues Geschäft in der Linienstraße in der historischen Mitte Berlins eröffnet. 2013 werden weitere Arbeitsräume dazugemietet. Mittlerweile arbeiten 18 festangestellte Mitarbeiter und 23 studentische Aushilfskräfte im Unternehmen. Die Datenbank erfasst 157.000 zahlende Kunden aus aller Welt.

Jährlich werden inzwischen 800.000 Ansichtskarten in unseren Onlineshop eingestellt. Um dieses Ergebnis zu erreichen, müssen wir jedes Jahr:


Teil der Lagerräume mit 1,5 Millionen Karten
  • 70.000 Kilometer auf der Autobahn unterwegs sein
  • 15 Ansichtskarten-Auktionen und unzählige Sammlerbörsen in ganz Europa besuchen
  • 2,5 Millionen Ansichtskarten kaufen und das verwertbare Material aussortieren
  • 800.000 Ansichtskarten in 30.000 verschiedene Onlineshop-Kategorien sortieren, radieren, eintüten, scannen und beschreiben
  • 700.000 verkaufte Karten heraussuchen
  • rund 208.000 Briefe und Pakete zusammenstellen, verpacken und versenden

Oft wird behauptet, der Briefmarken- und Ansichtskartensammler stirbt aus. Unsere Verkaufszahlen beweisen genau das Gegenteil. Heimatverbundenheit, Geschichtsbewußtsein und Sammelleidenschaft sind generationsübergreifende Konstanten. Um auch in Zukunft diesem Bedürfnis unserer Kunden gerecht zu werden, arbeiten wir - das ganze Team von www.ansichtskartenversand.com - unermüdlich und leidenschaftlich an der Verwirklichung neuen Ideen.

 

Noch mehr Informationen über uns und unser Team finden Sie hier: Informationen, über uns, Fotos & Kontakt




Stephanie Anders
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Fax: (030) 21 23 24 14
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