alte Ansichtskarten / old postcards

Von einer Huldigungsfeier zum größten Volksfest der Welt

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Als am 12.Oktober 1810 die Hochzeit des Kronprinzen Ludwig, nachmaliger König Ludwig I. von Bayern, mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen begangen wurde, ahnte wohl noch niemand, dass dies der Auslöser für das später größte Volksfest der Welt sein würde!

Um die Heirat des hochstehenden Brautpaares würdig zu feiern und um der Begebenheit in der Öffentlichkeit zu angemessenem Glanz und Aufmerksamkeit zu verhelfen, fanden in der bayrischen Hauptstadt München im Anschluss zahlreiche öffentliche und private Feiern statt, darunter auch ein Pferderennen am 17.Oktober. Dies gilt bis dato als Veranstaltung, auf die das heutige „Oktoberfest“ zurückgeht. Das Rennen selber soll seinen Ursprung im sogenannten „Scharlachrennen“, einer Tradition zwischen dem 15.-18. Jahrhundert, haben. Laut Überlieferung wurde es vom Major der Nationalgarde Andreas Michael Dell´Armi in Verbindung mit einer Ausstellung und Schau als Möglichkeit ersonnen, dem Brautpaar öffentlich zu huldigen.

Der Veranstaltungsort wurde allein aufgrund seiner natürlichen Eignung ausgewählt und lag zum damaligen Zeitpunkt noch außerhalb der Stadt. Die heutige Theresienhöhe, der damalige Sendlinger Berg, wurde zur Tribüne der 40.00 Zuschauer des Rennens, die dort auch mit Wein und Bier verköstigt wurden. Die Festwiese blieb dem königlichen Zelt vorbehalten!

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wuchs das Oktoberfest mehr oder weniger kontinuierlich an. Zwar fiel es seit seiner Entstehung immerhin 24 mal aus, in der Regel durch Kriege bedingt, doch entwickelte es sich zusehends zu dem Volksfest, wie man es heute kennt. Bereits 1818 wurde das erste Karussell aufgebaut und es gab mehrere Losstände, die vor allem die ärmere Bevölkerung anzogen, da es etwa Porzellan, Silber und Schmuck zu gewinnen gab. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Oktoberfest aufgrund des angenehmeren Wetters in die letzten Septembertage verlegt und zeitlich verlängert, sodass seitdem ausschließlich das letzte Wiesnwochenende in den Oktober fällt. 1880 wurde der gewerbliche Bierverkauf von der Stadtverwaltung als Veranstalter genehmigt und im Jahr darauf eröffnete die erste „Hendlbraterei“. Auch kamen immer mehr Karussellbetreiber und Schausteller, die für mehr Unterhaltung sorgten.

Ab 1904 wurde auf dem Festplatz auch ein Postamt mit Telegrafenanstalt betrieben, das neben der An- und Abgabe von Postsendungen (wie der vorliegenden mit dem bezeichnenden Stempel auf der Vorderseite) auch die vermutlich ersten öffentlichen Telefone der Stadt betrieb.

Heute ist das Oktoberfest mit jährlich etwa sechs bis sieben Millionen teils internationalen Besuchern und einem geschätzten Umsatz von circa einer Milliarde Euro nicht mehr mit seinen bescheidenen Anfängen vor 218 Jahren zu vergleichen. Um sich jedoch mit der Geschichte hinter dem größten Volksfest der Welt auseinander zu setzen, ist diese Karte ein guter Anlass.

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Christian Herkt
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