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Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem am 31. Oktober 1898

Bild vergrößern: Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem am 31. Oktober 1898

Am 31. Oktober 1898, dem Reformationstag, wurde die Erlöserkirche in Jerusalem im Beisein des deutschen Kaisers und der Kaiserin anlässlich ihrer Palästinareise eingeweiht.

Zur Vorgeschichte:
Auf dem Platz, auf dem heute die Erlöserkirche steht, befanden sich vormals eine Kreuzfahrerkirche und ein Hospiz des Johanniterordens.
Doch die Kirche verfiel und geriet in Vergessenheit.

Im 19. Jahrhundert wurde der Orient von den Europäern wiederentdeckt und sogar ein Bistum Jerusalem gegründet. Im Jahr 1869 kam auf der Reise zur Einweihung des Suezkanals Kronprinz Friedrich (der spätere 99-Tage-Kaiser Friedrich III.) nach Jerusalem. Dabei erwarb er den Baugrund, auf dem die Erlöserkirche später gebaut werden sollte. Wegen politischer Auseinandersetzungen blieb die Errichtung der Kirche für 20 Jahre liegen.
Erst mit Kaiser Wilhelm II. wurde das Projekt weiter gefördert: 1892 wurde der Architekt Friedrich Adler und sein Team nach Jerusalem geschickt, um die Kirche zu bauen.

Der Bau:
1893 wurden auf dem gleichen Grundriss der ehemaligen Kirche der Grundstein gelegt und die Fundamente ausgehoben. Die Kirche wurde im neoromanischen Stil aus dem Kalkstein errichtet, der in der Umgebung von Jerusalem gebrochen wurde.

Die Einweihung:
Am 31. Oktober 1898 kamen Besucher aus aller Welt, um bei der Einweihung der Kirche dabei zu sein. So war zum ersten Mal seit der Kreuzfahrerzeit wieder ein deutscher Kaiser in Jerusalem. Um ihm einen würdigen Empfang zu bereiten, wurde ein Durchbruch an der Stadtmauer gemacht, damit er hoch zu Ross Einzug in Jerusalem halten konnte. Unter deutschen Fahnen, einem bunten Spalier und Jubelrufen kam der Zug an der Kirche an. Als der Kaiser das Portal der Kirche erreichte, öffnete sich das Tor und der Kaiser betrat die Kirche, dann folgten die Ehrengäste. Die Einweihung begann. Es wurden Ansprachen gehalten, daraufhin die Tore weit geöffnet und die Glocken geläutet, damit das Ereignis ganz Jerusalem mitbekam.
In dieser hohen Stunde wurde von den Gästen das berühmte Lied "Eine feste Burg ist unser Gott" gesungen. Die Feier hinterließ einen unvergesslichen Eindruck, von dem die Jerusalemer sagten, so ein großes Ereignis hätten sie noch nie erlebt.

Noch heute befindet sich die Kirche in deutschem Besitz und stellt eine der wichtigsten deutschen Kulturbauten im Ausland dar.

eingesandt von: Anton Schretter
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Marcus Suckrow
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